Tagungsprogramm

Differenzieren und Testen in Alphabetisierungs- und niederschwelligen A1-Kursen

ab 08:30

 

09:30 – 09:40

09:40 – 10:55

 

 

 

10:55 – 11:25

11:30 – 13:00

13:00 – 14:30

13:15 – 13:45

 

14:30 – 16:00

16:00 – 16:30

16:30 – 17:45

 

 

ab 18:30

 

Eröffnung der Tagung und Begrüssungskaffee

 

Begrüssung durch das Organisationsteam

Eröffnungsvortrag von Dr. Alexis Feldmeier García, Universität Münster

„Curricula und Konzepte für die Arbeit mit gering literalisierten Menschen" inkl. Einblick in den sprachenübergreifenden Referenzrahmen für die Arbeit mit gering literalisierten Menschen (Europarat)

 

Kaffeepause (Sponsor: Verlag Klett und Verlag Hueber)

Workshops 1–3 und 5 (siehe unten)

Mittagspause (Sponsor: Verlag Klett und Verlag Hueber)

Generalversammlung des Vereins AlphaDaZ

 

Workshops 1–4 (siehe unten)

Kaffeepause (Sponsor: Verlag Klett und Verlag Hueber)

Abschlussvortrag von Prof. Dr. Thomas Studer, Universität Fribourg:
"Lernerorientierte Beurteilung im (Vor-)A1-Bereich: Was kann das heissen?"

 

Gemeinsames Fondue im Café du Gothard


Wir bitten um Ihre Anmeldung bis spätestens 31.07.2019 und freuen uns auf zahlreiche Besucherinnen und Besucher.


Workshops

Workshop Nr. 1

Binnendifferenzierung in Alphabetisierungskursen

Heterogene Lerngruppen sind der berufliche Alltag in Alphabetisierungskursen. In diesen Kursen ist das binnendifferenzierte Unterrichten eine wichtige Kompetenz der Lehrkräfte. Sie wünschen sich ein angemessenes und individuelles Fordern und Fördern der Lernenden, aber auch ein effektives und zielführendes Interagieren in der Gruppe. Als besondere Herausforderung werden das unterschiedliche Vorwissen und das Lerntempo angesehen. Wie kann das im Unterricht berücksichtigt werden?

Nach einer kurzen Einführung in die Prinzipien des binnendifferenzierenden Unterrichtens in Alphabetisierungskursen werden anhand konkreter Situationen im Unterricht Praxisbeispiele gegeben, wie die Lehrkräfte auf die individuellen Fähigkeiten und das unterschiedliche Lerntempo der Lernenden eingehen können. Beispiele werden aus dem aktuellen Lehrwerk Schritte plus Alpha neu genommen. Im Anschluss gibt es Raum für einen Fachaustausch und eine Diskussion.

 

 

Workshop Nr. 4

Zweitschriftlernende unterrichten

In Alphabetisierungskursen werden auch Menschen unterrichtet, die bereits in einem nicht lateinischen Schriftsystem alphabetisiert sind. Diese Zielgruppe, die als Zweitschriftlernende bezeichnet werden kann, wird auch in anderen Bereichen unterrichtet, etwa in ehrenamtlich angebotenen Kursen oder im Schulsystem. Nicht selten lernen Zweitschriftlernende aber auch in Deutschkursen, so dass Lehrkräfte dort mit sich daraus ergebenden Heterogenität umgehen müssen. Der Workshop gibt einen Einblick die Materialien für die Arbeit mit Zweitschriftlernenden und konkrete Hinweise darüber, wie eine gezielte Einführung in das lateinische Schriftsystem ressourcenorientiert in Kursen vorgenommen werden kann.

 

Anja Böttinger ist Autorin der Lehrwerksreihe Schritte plus Alpha beim Hueber Verlag München. Sie arbeitet am Institut für Interkulturelle Kommunikation e.V. Berlin als Bereichsleiterin Fort- und Weiterbildung. Viele Jahre hat sie in Integrations- und Alphabetisierungskursen unterrichtet. In ihrem Dissertationsprojekt an der Technischen Universität Berlin beschäftigt sie sich mit Binnendifferenzierung in Alphabetisierungskursen.

 

 

Dr. Alexis Feldmeier García studierte und promovierte im Fach Deutsch als Fremd- und Zweitsprache an der Universität Bielefeld und ist Autor der Lehrwerke Hier! und Von A bis Z – Alphabetisierung für Erwachsene A1 des Klett Sprachen Verlags in Stuttgart. Seit 2011 ist er an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster in der Deutschlehrerausbildung (Sprachdidaktik) tätig. Seine Forschungsschwerpunkte liegen u. a. in der Didaktik zur Alphabetisierung von Menschen mit Migrationshintergrund und in der Förderung von Lernendenautonomie. Zurzeit beschäftigt er sich im Rahmen eines 3-jährigen Projektes mit dem Thema.

 


Workshop Nr. 2

Sprachnachweis fide – ein niederschwelliger Sprachtest (?)

In diesem Workshop stellen wir den im Jahr 2018 lancierten Sprachnachweis fide kurz vor und gehen insbesondere auf die Aufgaben für die Niveaus A1/A2 ein, unter anderem zeigen wir Beispielaufgaben zum Sprechen und Verstehen, die ohne Schreib- und Lesekompetenz bewältigt werden können. Weiter werden wir erste Zahlen zu den Testergebnissen vorstellen, z.B. unter Berücksichtigung der Anzahl Schuljahre der Teilnehmenden. Ausgehend von diesen Zahlen, aber auch von konkreten Aufgaben- und Textbeispielen werden wir abschliessend die Hürden und Möglichkeiten beim Testen von Sprachkompetenzen im niederschwelligen Bereich diskutieren.

 

 

Workshop Nr. 3

Leselust statt Frust – Schrittweises Lesenlernen mit Montessori-Methoden

Viele Teilnehmende von Alphabetisierungskursen haben Schwierigkeiten, das Lesen zu erlernen. Oft sind alle Beteiligten ratlos, wie das Lesenlernen unterstützt werden kann. Dabei wird oft übersehen, welch komplexer Prozess das Lesen ist und dass dieser für ein erfolgreiches Erlernen in mehrere Schritte unterteilt werden sollte. So kann ein sukzessiver und nachhaltiger Aufbau der Lesefähigkeit bis hin zur Leseflüssigkeit unterstützt werden. Neben dem Erlernen der Teilschritte des Prozesses ist das Abrufen eines automatisierten Sichtwortschatzes maßgeblich, wobei Methoden der Montessori-Pädagogik zielführend eingesetzt werden können.

Im Workshop werden zunächst Grundlagen des Lesens näher betrachtet sowie mögliche Lernschwierigkeiten und Zwischenstufen (sog. Erlesestrategien) auf Seiten der Teilnehmenden thematisiert. In der Folge werden differenzierte Übungen, angelehnt an Montessori-Methoden, für den Unterricht erarbeitet und ausprobiert. Abschließend werden Möglichkeiten und Grenzen der vorgestellten Methoden diskutiert.

 

fide steht für «Français, Italiano, Deutsch in der Schweiz – lehren, lernen, beurteilen» und bezeichnet das vom Bund geförderte Sprachlernsystem für anderssprachige Personen, die in die Schweiz eingewandert sind. Unter anderem umfasst das fide-System (www.fide-info.ch) auch einen Sprachtest im Bereich A1-B1.  Margrit Hagenow-Caprez leitet die nationale Geschäftsstelle fide, und Lisa Singh ist für den Bereich der Qualifizierung der Sprachkursleitenden verantwortlich.

 

 

David Stops, M. Ed., ist seit seinem DaF-Studium Dozent in Integrations- und Sprachkursen. Seine Spezialisierung ist die Alphabetisierung fremdsprachiger Erwachsener. Neben seiner Tätigkeit als Dozent arbeitet er auch als Lehrbeauftragter in der DaF/DaZ-Lehrerqualifizierung und in der Zusatzqualifizierung Alphabetisierung des deutschen Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge (BAMF).

 


Workshop Nr. 5 --> ausgebucht

Lese- und Schreibkompetenzen testen und fördern

Wie können die Lese- und Schreibkompetenzen von Kursteilnehmenden adäquat erfasst werden? Sind diese für den Übertritt in höhere Niveaustufen ausreichend? Wie können Lese- und Schreibkompetenzen gefördert werden?

Diese und weitere Fragen versuchen wir gemeinsam im Workshop zu beantworten. Wir werden Wissen auffrischen, die Lese- und Schreibprozesse bei Erwachsenen anschauen und förderdiagnostische Testinstrumente diskutieren. Die Workshopteilnehmenden lernen verschiedene Wege der Lernfortschrittsmessung kennen und erhalten Eiblicke, wie entsprechende förderdiagnostische Massnahmen aussehen könnten.

 

 

Santi Guerrero Calle hat ihre DaF/DaZ-Ausbildung an der Universität Fribourg absolviert und hat langjährige Erfahrung im Unterrichten von MigrantInnen auf unterschiedlichsten Niveaustufen (Alpha bis C2). Seit 2017 ist sie Diplomassistentin an der Universität Fribourg und arbeitet an einem Bericht über den Forschungsstand der Alphabetisierung erwachsener MigrantInnen. Daneben schreibt sie ihre Dissertation zum Thema Zweitschriftlernende in der deutschsprachigen Schweiz.

 

 


AlphaDaZ

Alphabetisierung und Grundbildung in Deutsch als Zweitsprache

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